Wohnen im Kabelwerk
Ein neuer Stadtteil entsteht in Meidling.
(Kabelwerk Bauträger GmbH)
Wohnen im Kabelwerk: Diese Vielfalt bringt's.
Vom In- und Ausland viel beachtet, entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Kabel- und Drahtwerke AG derzeit ein besonderes Stück Stadt: Das Kabelwerk, das spannendste Wohn-, Lebens- und Arbeitsprojekt Wiens. Ein Südhang im Bereich zwischen Grießergasse, Altmannsdorfer Friedhof, Thorvaldsengasse und Oswaldgasse wird künftig für rund 3.000 Menschen neue Heimat sein.
Garten- und Terrassenwohnungen, Maisonetten und Atrium-Häuser, der eigene Swimmingpool mit Ferienfeeling das ganze Jahr über; und dazu Promenaden, Cafes, Piazzas und Sport-Grounds, Spielplätze ohne Auspuffgase und Autobedrohung, Kindergarten für die Kleinen und Parks für die Großen: So spannend kann das Leben sein!
Das für die engagierte Planungsphase bereits mit dem Otto-Wagner Städtebaupreis ausgezeichnete Bauvorhaben, wird im Endausbau 2008 rund 572 geförderte Mietwohnungen in Altbausanierung und Neubau, 179 geförderte Eigentumswohnungen, 213 möblierte Wohnappartements und rund 30 geförderte Büro- und Geschäftslokale aufweisen. Die Gesamtkosten betragen rund 150 Mio Euro, die Stadt Wien fördert die Entstehung dieses neuen Stadtteiles mit rund 40 Mio Euro.
Zimmer mit Aussicht.
Eine Besonderheit ist der hohe Anteil an Wohnungen mit freier Aussicht über das Wiener Becken bis hin zum Schneeberg und auf den Wienerwald. Die Bebauung wird von Norden nach Süden immer niedriger. Dadurch entsteht eine große Anzahl von Wohnungen mit freiem Ausblick über das Wiener Becken nach Süden.
Wohnungen für jeden Typ.
Bei den insgesamt 960 Wohneinheiten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sechs anerkannte Architektenteams schufen ein vielfältiges Wohnungsangebot, das von Garten- und Terrassenwohnungen, Maisonetten und Home-Offices bis zu Häusern mit Atrien reicht und sich als "Wrap Around Architecture" um eine Fülle von Promenaden, Piazzas und Sport- und Spielflächen anordnet.
Im Kabelwerk findet man die unterschiedlichsten Grundrisse, vom möblierten Ein-Zimmer-Appartement bis zur 5-Zimmer-Wohnung. Fast alle Wohnungen verfügen über Freibereiche, wie Eigengärten, Terrassen, Balkone und Loggien. Alle Bauwerke sind nach dem Niedrigenergie-Standard und dem klima:aktivProgramm konzipiert.
Es wird mit umweltfreundlicher Fernwärme zu besonders günstigen Tarifen geheizt. Großer Wert wird auf die Prinzipien der Bauökologie und Schadstoffvermeidung gelegt, Messungen dazu werden im Gebäudepass durch das Institut für Baubiologie und Bauökologie beurkundet. Dem Kunden dient der Pass zur objektiven Beurteilung der Wohnungs- bzw. Gebäudequalität, dem Bauherren als Qualitätssicherungssystem.
Eine intern durchgeführte Befragung zeigt, dass fast jeder "Wohntyp" wegen der vielen Facetten, die das Kabelwerk bietet, seine maßgeschneiderte Lösung findet: Studenten, Familien, Paare, Heimarbeiter, Babys und Eltern, Automuffel, Öffi-Freaks, Schwimmfans, Kulturfans, Hobbygärtner, Spaziergänger, Hobbybastler, Sparefrohs und und und.
Leben und nicht nur wohnen.
Mehr als acht Hektar groß ist das Gelände, das zu einem neuen Stadtteil wird.
Kulturellen Einrichtungen, ein eigener Kindergarten , Apotheke, Bank, Hotel, Mehrzweckräume, Lebensmittelmarkt, 30 geförderte Büro- und Geschäftslokale, Parfümeriemarkt, Ärzte und gastronomische Betriebe sichern die Nahversorgung. Für den größeren Einkauf steht die Meidlinger Hauptstraße und der Meidlinger Markt zur Verfügung. Der Altmannsdorfer Khleslplatz mit der Sankt Oswald-Kirche bietet ein beschauliches Ortszentrum in unmittelbarer Nähe. Zwischen den Wohnbauten und der U-Bahn entsteht eine zwei Hektar große Parkanlage.
Ein ausgeklügeltes Beleuchtungs- und Wegesystem bringt angenehmes und freundliches Licht in die Anlage. Überlegte Planung mit vielen Experten und einem begleitenden Bürgerbeteiligungsverfahren macht dieses Projekt zukunftsweisend.
Autofreie Zonen und Plätze garantieren Ruhe.
Die besonderen Verkehrs- und Garagenlösungen, die sowohl einen autofreien Grün- und Erholungsraum in den Mittelpunkt stellen, als auch die ideale Anbindung an das individuelle und öffentliche Verkehrsnetz (U-6 Tscherttegasse/ Kabelwerk), verbinden urbane Qualität mit hohem Freizeitwert. Im Innenbereich ist die autofreie Anlage eine städtische Ruheoase.
Die perfekte Verkehrsanbindung ist mit der U- Bahn direkt vor der Haustüre und dem nahen Anschluss an die Süd- und Verbindungsautobahnen gegeben.
Übersicht über das Gesamtprojekt
- Gartenhof (52 geförderte Eigentumswohnungen) fertig gestellt Ende 2005
- Lux (58 geförderte Eigentumswohnungen) fertig gestellt Sommer 2006
- Siedlung am Park (69 geförderte Eigentumswohnungen) fertig gestellt Sommer 2006
- Kabelwerk-Karree (79 geförderte Mietwohnungen) fertig gestellt Sommer 2006
- Terrassenhaus (24 geförderte Mietwohnungen) fertig gestellt April 2007
- Brückenhaus (61 geförderte Mietwohnungen) fertig gestellt Juli 2007
- Rundes Eck (65 geförderte Mietwohnungen) fertig gestellt August 2007
- Pool-Haus und Solitär (63 geförderte Mietwohnungen, 213 möblierte Appartements für temporäres Wohnen), fertig gestellt Sommer 2007
- Griessergarten (68 geförderte Mietwohnungen) Fertigstellung Anfang 2008
- Treppenhaus (135 geförderte Mietwohnungen) Fertigstellung Anfang 2008
- Lofts (29 geförderte Mietwohnungen) Fertigstellung Frühjahr 2008
- Fabrik (48 geförderte Mietwohnungen) Fertigstellung Frühjahr 2008
Die planenden Architekten (ohne Titel genannt).
- Hermann & Valentiny und Partner, Hubert Hermann
- Werkstatt Wien, Markus Spiegelfeld
- Mascha & Seethaler, Christian Seethaler
- pool Architektur, Christoph Lammerhuber, Evelyn Rudnicki
- Schwalm-Theiss & Gressenbauer ZT GmbH
- Martin Wurnig
Grünraumplanung: Heicke Langenbach und Anna Detzlhofer
Geschichte:
Auf einem ehemaligen Industriegebiet entsteht ein Wohnpark für höchste Ansprüche.
Die Kabel- und Drahtwerke AG waren 100 Jahre lang einer der bedeutendsten Betriebe Meidlings und befindet sich im Bereich zwischen Griessergasse, Altmannsdorfer Friedhof, Thorvaldsengasse und Oswaldgasse. Nicht nur, dass sie der wichtigste Arbeitgeber des Bezirkes war, stellte sie auch durch ihre Art, Struktur und Lage einen ganz speziellen Bezugsfaktor für die Bevölkerung dar.
Nach endgültiger Schließung der KDAG, im Dezember 1997, entstand somit nicht nur einfach ein großes ungenutztes Areal, sondern eine "Identifikationslücke" .
Aus diesem Grunde war es wichtig die Bevölkerung von Anbeginn in Überlegungen über eine zukünftige Nutzung einzubeziehen.
Wohnbau nach Wunsch
Die vorrangig Betroffenen, also die Anrainer des Areals wurden bereits am 30. Mai 1996 zu einer ersten Informationsveranstaltung eingeladen. Unter Einbeziehung der ersten Ergebnisse der Grundlagenforschung wurde im Rahmen dieses "Workshops" die Bevölkerung informiert und zur Mitarbeit eingeladen. Es bestand dabei die Möglichkeit mit Politikern der Stadtverwaltung und des Bezirks, sowie Vertretern des Magistrats zu diskutieren. Im Rahmen eines Workshops wurden 1996 an Stelle von städtebaulichen Modellen, grundsätzliche Planungsideen und Bearbeitungsmethoden erarbeitet. Nach Ausarbeitung von diversen Szenarien und der Entwicklung von Leitvorstellungen wurde der Workshop vorbereitet, zu dem insgesamt sechs Planungsteams eingeladen wurden.
Fachleute aus der Verkehrsplanung, Raumplanung, Ökologie und Soziologie referierten über die jeweiligen Themen und Vertreter von Bauträgern brachten in diesem Rahmen Ideen und Erfahrungen ein, die mit Politikern und Magistratsrepräsentanten diskutiert wurden.
Von den sechs Planungsteams wurden zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten neue Planungsmethoden und Ideen (Strukturmodelle einer Bebauung, Wohnungsinfrastrukturvarianten, Bebauungsmatrix, etc.) erarbeitet, die in insgesamt drei Meetings im Zeitraum Juli-September 1996 vorgestellt, diskutiert und weiterbearbeitet wurden.
Abschließend wurden in einer Schlussveranstaltung die Ergebnisse dieses Workshops präsentiert und anschließend am KDAG-Gelände im Rahmen einer Ausstellung (17. September 1996) der Bevölkerung vorgestellt. Gleichzeitig wurde im Architekturzentrum Wien, Museumsquartier eine Ausstellung über diese Ergebnisse eröffnet.
Am 18. Juni 1997 wurde von der Bezirksvertretung Meidling einstimmig ein Forderungskatalog, der sich vor allem auf die Wünsche der Anrainer bezog, beschlossen.
Zu Beginn des Jahres 1998 wurde ein Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt, bei dem Bewohner des 12. Bezirks aufgerufen waren, Vorschläge zur Nutzung des Areals der KDAG einzureichen. Gleichzeitig bestand auch die Möglichkeit sich für einen Platz als Beirat in der Jury des nachfolgenden Architektenwettbewerbes zu bewerben. Insgesamt wurden 5000 Informationsfolder verteilt. Die Beteiligung war rege, die besten Entwürfe wurden prämiert.
Das frühe Mitbestimmungsrecht zahlte sich aus: Der Flächenwidmungsplan wurde in der Folge von der Bevölkerung akzeptiert.
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