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Wien Wahl 2010: Dinko Jukic (ÖVP) im Gespräch

Am 10. Oktober 2010 wird in Wien der Gemeinderat sowie die Bezirksvertretung gewählt. dasKabelwerk.at spricht dazu im Rahmen eines Themen-Schwerpunkts mit den Spitzenkanditaten der wichtigsten Parteien. Im dritten Teil hat dasKabelwerk.at mit Dinko Jukic gesprochen. Er tritt für die ÖVP bei der Gemeinderatswahl 2010 an.


Dinko Jukic (ÖVP)



dasKabelwerk.at: Hallo Herr Jukic! Vielen Dank für Ihre Zeit. Für die Leute, die sie noch nicht kennen, können sie ein bisschen was über sich erzählen?
Dinko Jukic: Mein Name ist Dinko Jukic. Ich bin 21 Jahre alt und trete in Wien Meidling als Spitzenkandidat für die ÖVP Wien an. Selber kroatenstämming, in Dubrovnik geboren. In Kroatien. Und bin im Jahr 2000 nach Österreich gekommen und hab hier das Gymnasium abgeschlossen. In meiner schulischen Laufbahn auch eine Schulkasse übersprungen, aufgrund der Leistungen. Bin selber als Schwimmer im Spitzensport tätig und hab dort den einen oder anderen Erfolg schon feiern können.  

dasKabelwerk.at:  Sie treten als Spitzenkandidat für die ÖVP in Meidling an. Welchen Bezug zu Meidling haben sie?
Jukic: Ja, also persönlich in Wien Meidling war ich 3 Jahre lang mit der Schule eben sesshaft. Weil sie als Ersatzschule in der Singrinergasse das Schulgebäude gebraucht haben. Und ansonsten auch, viele Freunde kommen von dort und ich bin auch sehr oft dort in den Meidlinger Straßen unterwegs.

dasKabelwerk.at: Welche Plätze in Meidling kennen sie? Wo sind sie gerne unterwegs?
Jukic: Ja, also grundsätzlich das altbekannte U4 für die Jugendlichen. Ein Anziehungsmagnet. Meidlinger Hauptstraße, Meidlinger Markt, ab und zu auch die Grünbergstraße wegen dem Schönbrunner Bad und ja.  

dasKabelwerk.at:  Viele Menschen wären schon mit der Tätigkeit als Spitzensportler überfordert. Warum tun sie sich die Politik an, wie wollen sie diese beiden Dinge unter einen Hut bekommen?
Jukic: Ja, also ich persönlich bin der Meinung, dass die Politik Leute mit neuen Ideen, mit frischen Wind, mit Innovation braucht und daß das Wichtigste in erster Linie ist, dass die Menschen einem Politiker glauben, und das sie denen Vertrauen schenken können, egal welcher Farbe. Und das ist derzeit aufgrund absoluten Regierungen in Wien sehr unter die Räder gekommen. Und in erster Linie werde ich mich auch dafür einsetzen, dass mir die Menschen wirklich vertrauen können, dass ich Ohren und Arme und Beine für die Menschen im Gemeinderat habe.  

dasKabelwerk.at:  Wie soll sich das ganze zeitmäßig ausgehen ?
Jukic:  Also ich sage es gibt sehr viele Räte, Gemeinderäte, die beruflich wo anders unterwegs sind und die es auch unter einen Hut bringen. Bei mir war schon von klein auf das Zeitmanagement einfach das Thema Nummer 1 und insofern glaube ich, daß man einfach mit organisiertem Tagesablauf alles unter einen Hut bekommen kann.  

dasKabelwerk.at: Wie sind sie zur Politik gekommen? Seit wann wissen sie, dass sie in die Politik gehen wollen?
Jukic:  Ja, also grundsätzlich war, als ich noch 10 oder 11, 12 war, hab ich schon angefangen Parlamentsitzungen anzuschauen, und da hat mein Vater auch gesagt, er kann sich nicht vorstellen, dass mich das wirklich interessiert. Aber es war etwas für mich, wo ich sag, das ist die Zukunft, das ist das, worum es in dem Land gehen wird und da möchte ich auch mal was sagen können, da möchte ich auch etwas dazu beitragen, das es den Menschen hier vom Wohlstand her und von der Lebensqualität viel besser geht. Ich bin dann 2004 das erste Mal über die Brigitte Jang von der Wirtschaftskammer darauf angesprochen worden bzw. habe einen Einblick in die Partei bekommen. Und die Grundsätze, die Ideen, haben mir sehr sehr gut gefallen und hab mich dementsprechend für ein Engagement hier gemeinsam mit der Christine Marek und mit dem Norbert Walter dazu entschlossen, dass ich bei der Gemeinderatswahl 2010 in den Wahlkampf für die ÖVP Wien hineingehe.  

dasKabelwerk.at: Sie kandidieren für den Wiener Gemeinderat. Was genau passiert dort?
Jukic: Ja, also der Wiener Gemeinderat ist zuständig für alle Sachen, was in Wien grundsätzlich beschlossen werden, bzw. die Themen die hier bearbeitet werden. Auch über die ganzen Magistratsabteilungen, die wir so viele haben, so viele Institutionen, jemand muss das alles kontrollieren können, jemand muss das alles unter einen Nenner bringen können und dafür sind die 100 Leute, die im Gemeinderat sitzen, zuständig.  

dasKabelwerk.at: Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten sollen die Themen Sportpolitik, Bildung und Integration sein. Was genau verstehen sie da darunter?
Jukic: Also Sportpolitik in erster Linie, dass man wirklich die Förderungen und die Infrastruktur mit Plänen einsetzt, das man sagt, die Förderung sollte dort gelangen, wo sie wirklich gebraucht wird. Angefangen bei Nachwuchssportlern, bei kleinen Jugendlichen, die sich zu einem Sport bewegen. Infrastrukturmäßig, dass wir einfach die Plätze, die wir vorhanden haben, bzw. wenn wir etwas nicht vorhanden haben, neu erbauen, das wir das optimal nutzen. Und das jeder Verein Bedingungen hat, um schlussendlich Spitzenergebnisse heraus zu bringen. Zum Thema Bildung werde ich auf jeden Fall glaube ich einiges dazu zu sagen haben, weil ich die ersten vier Jahre in Kroatien in die Schule gegangen bin und dann 8 Jahre lang ins Gymnasium in Wien und da eben sehr viele Kontroversen entstehen bzw. Unterschiede im Bildungssystem. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass von der SPÖ Seite geforderte Ganztagsschule für einen Sport im Sinne ist. Weil ab, wie jemand, der von 8 bis 18 Uhr in der Schule ist, kann nachher ab 18 Uhr weder psychisch noch physisch noch biologisch bereit sein, ein Training abzuhalten und das ist dann glaube ich einfach in der eigenen Individualität nicht okay. Und in Sachen Integration, da ich selber die Vorgeschichte also eine Migrantenvorgeschichte habe, und im Jahr 2000 nach Wien gekommen bin, kann ich hier aus persönlicher Erfahrung reden. Und das ist glaube ich etwas, was wir im Gemeinderat gut gebrauchen können. Was wir derzeit nicht haben bzw. in sehr sehr kleinem Ausmaß. Und ich glaube, dass die Menschen hier dadurch besser verstanden werden und das sie eben über mich wirklich ihre Gedanken in den Gemeinderat bringen könnten.  

dasKabelwerk.at: 2005 hat die ÖVP bei der Gemeinderatswahl 18,77% in Meidling 15,5 %, welches Ergebnis erwarten sie, was sind ihre Ziele?
Jukic: Also das Ziel grundsätzlich ist, eben das ich hier den fixen Einzug mit dem Grundmandat in den Gemeinderat schaffe. Ich glaube, dass wir im Stande sind und hoffe, dass wir das auch erreichen werden, das wir die landesweiten prozentuellen Ergebnisse auch in Wien Meidling erreichen können.  

dasKabelwerk.at: Was genau ist ein Grundmandat?
Jukic: Also ein Grundmandat ist ein Fixeinzugsplatz in den Gemeinderat unter die 100 Plätze, die verteilt werden. Wien Meidling hat 5 Grundmandate, die derzeit alle der SPÖ angehören und ich glaube, dass es auch für einen Bezirk gut wäre, wenn es von mehreren Parteien regiert wird bzw. wenn auch auf Wien Ebene eine Koalition zu Stande kommen würde.  

dasKabelwerk.at: Die Wahlen sind ja am 10. Oktober 2010, welche Veranstaltungen sind von ihrer Seite geplant, an denen sie teilnehmen werden? Wann und wo können sie die Meidlinger entsprechend kennenlernen oder sehen?
Jukic: Also ich bin jetzt schon sehr viel auf den Meidlinger Straßen unterwegs und werde auch dementsprechend in der nächsten Zeit, vor allem im September sehr viel unterwegs sein. Auch das Bezirksfest ist für mich ein großes Thema, was ich auf jeden Fall besuchen werde. Und die eine oder andere Veranstaltung noch innerhalb des Bezirks. Und auf jeden Fall möchte ich mehr auf die Leute zugehen. Um Probleme zu lösen. Weil ich bin jemand, der keine Angst vor irgendeinem Problem hat. Und hab auch im Vorhinein gesagt und für den Wahlkampf noch einmal, mein großes Ziel wird es sein, das Hubschrauberproblem zu lösen, weil da sind so viele derzeit gescheitert, egal von welchem Colour und hat es niemand geschafft und ich werde wirklich dahinter sein, werde das fordern und ich bin auch ganz sicher, dass wir das lösen werden.  

dasKabelwerk.at: Dinko Jukic, Vielen Dank für das Interview!
Jukic: Bitte.



Dinko Jukic ist Spitzenkandiat der ÖVP in Meidling.

http://meidling.oevp.at/



In einigen Tagen folgt der nächste Teil des Themen-Specials „Wien Wahl 2010“. Geplant sind Gespräche mit Franz Schodl (Pro Hetzendorf) und Gabriele Votava (SPÖ).


 

Kommentare  

 
0 #1 2010-09-28 10:38
Sobald die Rückwidmung des Tivoliparks erfolgt ist, werde ich Sie wählen.
mfG R. Hochrainer
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