Am Dienstag, 12. Oktober 2010 findet um 19:00 die Eröffnung von "Zerbrochene Spiegel - Kirik Aynalar" im Palais Kabelwerk ARTspace (1120 Wien, Gertrude-Wondrack-Platz 4) statt.

Vernissage und Diskussion
Dienstag | 12. Oktober 2010 |19Uhr
Ø Eröffnung
Ø Mesut Tufan (Kurator)im Gespräch mit
Hakan Gürses (Philosoph)
Ø Video Clips
Ø Musikeinlage von Nikola Zaric (Akkordeon)
Ø Führung durch die Ausstellung
Ø Buffet
Sprachen: Türkisch und Deutsch mit Simultanübersetzung
Ort:Palais Kabelwerk ARTspace
Kulturzentrum Kabelwerk GmbH
Oswaldgasse 35A, 1120 Wien
Erreichbar mit der Linie U6 (Tscherttegasse)
Hintergrund
Beinahe ein Jahrhundert nach dem Untergang des osmanischen Reiches hat der Balkan und der Nahe Osten immer noch mit Okkupationen, Kriegen, totalitären Ideologien, Konflikten und „Missverständnissen“ zu kämpfen; dabei ist die Region zugleich vielsprachig, multikulturell und multinational. Die neu entstandenen Staaten, die neuen Nationalismen und kulturellen wie religiösen Identitäten führen immer wieder zu angeblich unvermeidlichen Auseinandersetzungen.
Der türkische Ausstellungsmacher Mesut Tufan hat nach langjähriger Beschäftigung mit diesen Verwerfungen einen Blick auf diese Region „von oben“ geworfen, um eine neue Sicht auf divergente Wahrheiten und die jeweilige Sicht des „Anderen“ anzubieten. Im Gespräch mit Hakan Gürses werden Tufans Eindrücke einer kritischen Reflexion unterzogen.
Zerbrochene Spiegel
Die Ausstellung „Zerbrochene Spiegel“ ist ein Reisetagebuch von Sarajevo nach Jerusalem. In ihr finden wir Ausdrücke des kollektiven Gedächtnisses, bereits lange bestehende Haltungen, Urteile und Vorurteile. Hundert Jahre nach dem Verschwinden auf der Landkarte enthüllt der Geist des ottomanischen Reiches noch immer verschiedene Identitäten auf der Suche nach sich selbst. Im zerbrochenen Spiegel all dieser Schicksale, Biographien, unterschiedlichster Erwartungen vom Balkan bis nach Jerusalem möchten immer mehr Menschen ein neues Bild aus den vielen Splittern zusammenfügen.
Die BesucherInnen der Ausstellung erwarten Zeitdokumente aus Vergangenheit und Gegenwart, Fotos von Kirchen im Nahen Osten, Imamen auf dem Balkan, Objekte von eingemotteten Diktatoren ebenso wie Kaffeekannen, Zeitungsausschnitte, Gebetsschnüre, … - Alltagskultur trifft auf religiöse Statements, dem Unerwarteten wird Raum gegeben. Es entsteht viel Stoff zum Nachdenken, zur Diskussion.
Mesut Tufan: Nach dem Abschluss des Galatasaray-Gymnasiums in Istanbul Studium in Frankreich. 1979 – 93 Foto-Redakteur und Nachrichtendirektor bei SIPA Press. Ab 1993 Arbeiten als Dokumentarfilmer: „Enver Hoxhas Albanien“, „Der Patriarch Bartholomäus“, zuletzt „Die Muslime in Europa und die Christen im Mittleren Osten: Die Zerbrochenen Spiegel“ – produziert gemeinsam mit dem libanesischen Regisseur Jacques Debs und am 1. 12. 2006 in ARTE ausgestrahlt. Derzeit Co-Produzent der türkisch-griechischen Produktion „Sweets of Orient“.
Hakan Gürses ist Musiker und Philosoph. Er lehrt an der Universität Wien und an der Donau Universität Krems. Zudem ist Gürses Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Wien.
Nikola Zaric: Der Akkordeonist Nikola Zaric stammt aus Bosnien, besucht derzeit das Musikgymnasium in Wien und gilt als eines der vielen Talente, die zur Zeit das Musikleben in unserer Stadt mit immer neuen Impulsen versehen.
Öffnungszeiten und Schulprogramm
Die Ausstellung ist vom 13. – 23. 10. 2010 täglich von 17:00 – 20:00 sowie nach gesonderter Vereinbarung geöffnet. Besonders möchten wir auch Schulklassen zum Besuch der Ausstellung einladen. Sie ist für SchülerInnen ab einem Alter von 12 Jahren konzipiert. Der Eintritt ist frei.
Organisation und Anmeldung
Michael Fanizadeh, VIDC
Tel.: +43-(0)1-713 35 94 91
Fanizadeh[at]vidc.org
Erika Köchl, kulturen in bewegung/VIDC (Schulprogramm)
Tel.: +43-(0)1-713 35 94 76
koechl[at]vidc.org
Die Ausstellung „ZERBROCHENE SPIEGEL – KIRIK AYNALAR“ ist eine Kooperationsveranstaltung des Festivals Salam.Orient 2010 und des VIDC, mit freundlicher Unterstützung durch den Verein WWK und der "Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit"
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; http://www.vidc.org
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