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PSYCHIATRIE !
EINE THEATERPERFORMANCE
ÜBER DIE FÄHIGKEITEN UND KRÄFTE DES MENSCHEN UND DIE VERRICHTUNGEN DES GEHIRNS
dasKabelwerk.at hat mit Hagnot Elischka ein Interview zur Theaterperformance Psychiatrie geführt (12.4.2010)
Wohl durch die jüngsten Erkenntnisse der Hirnforschung motiviert, richtet sich das Allgemein-Interesse zunehmend auf das System der psychischen Erkrankungen.
Sie werden nicht mehr verschwiegen oder als etwas Morbides in dunklen Winkeln abgehandelt. Immer mehr Filme und Literatur gelangen an die breite Öffentlichkeit - es gibt bereits TV-Serien und Soaps, die in diesem Spannungsfeld angesiedelt sind.
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Ilse A. leidet unter Angst und Panik-Attacken; Eva-Maria Sch. unter schizophrener Denkstörung; von Franz A. wird behauptet, er sei alkoholkrank; Frau S. ist manisch-depressiv; Elli H. leidet unter Waschzwang; Herr W. laboriert schon lange an einer schizo-affektiven Störung mit religiösem Erlösungswahn; Karoline K. will sich jetzt endlich als Frau fühlen; Herr Franz Sch. hat oft sehr starke Schmerzen, die Ärzte jedoch behaupten, er sei gesund; Frau St. weiß nicht genau, wo sie sich befindet und warum ...
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Und DU?
Denn wer auch immer die Gelegenheit hat, der medizinischen Befragung psychisch Kranker beizuwohnen, erlebt in manchen biographischen Details bzw. Sensationen dieser Kranken verwirrende Parallelen zu eigenen Erlebnissen mit sich selbst.
Aber wann hatte ich diese Spur des schwankenden Bodens verlassen, um mich wieder auf die Seite des "Gesunden" zu schlagen?
In der Psychiatrie ist das Gespräch als Mittel der Untersuchung auch bereits die Einleitung der Behandlung. Während sich am Ende des 19. Jahrhunderts Psychiater als distanzierte Beobachter und rein naturwissenschaftlich eingestellte "Beschreiber" sahen, hat sich im Laufe der Zeit, nicht zuletzt unter dem Einfluss der Sozialwissenschaften und der Psychotherapie, ein Paradigmenwechsel vollzogen. Nun werden nicht nur Krankheitssymptome, sondern auch die Lebenssituation und Lebensgeschichte im sozialen und beruflichen Kontext beachtet. Die Beziehung zwischen Arzt und Patient rückt näher ins Blickfeld, und die Bedeutung, die der Patient seiner Lebensgeschichte gibt, kommt als subjektive Information hinzu. Der lang schwelende Konflikt zwischen "Beschreibern" und "Analysierern" ist heute längst überwunden. Die Beobachtung und Beschreibung von psychopathologischen Phänomenen und das Verstehen sind keine Gegensätze, sondern notwendige Ergänzungen. Die psychiatrische Exploration ist dabei ein zentrales Instrument zur Beurteilung des psychischen Zustandes und Erlebens. Man versteht darunter ein strukturiertes Gespräch bzw. Interview, das eine aktive Vorgehensweise des Untersuchers erfordert und zum Ziel hat, psychopathologische Symptome wie Stimmung, Denkinhalte, kognitive Funktionen im Einzelnen, aber auch in ihrer Gesamtheit zu erfassen.
Zehn psychisch Erkrankte werden den Fachleuten antworten.
● Angststörung
● Bipolare Störung (früher: manisch-depressiv) nach Selbstmordversuch
● schizophrene Denkstörung
● Verwirrtheit
● Zwangsstörung (Waschzwang mit generalisierter Kommunikationsvermeidungs)
● Depression
● Borderline
● Alkoholismus
● Somatoforme Störung (irrationale Schmerzen trotz völliger körperlicher Gesundheit)
● Schizo-affektive Störung mit religiösem Erlösungswahn
Premiere: Do, 29. April 2010 20:00
Weitere Vorstellungen:
30. April 2010, 20:00
4., 5., 6., 7., 8. Mai 2010, jeweils 20:00
13., 14., 15., Mai 2010, jeweils 20:00
25. und 26. Mai 2010, jeweils 20:00
7. und 8. Juni 2010, jeweils 20:00
Zusatz-Vorstellungen:
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Mittwoch, 8.9.2010, 20:00
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Donnerstag, 9.9.2010, 20:00
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Freitag, 10.9.2010, 20:00
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Samstag 11.9.2010, 20:00
Ort: Palais Kabelwerk (1120 Wien, Oswaldgasse 35a)
Eintritt:
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Vollpreis 18€
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Ermäßigt (Arbeitslose, Studenten, Behinderte, Senioren, Zivildienst): 14€
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IG: 10€
Regie: Jan-Christoph Gockel
Raum: Judith Leikauf und Karl Fehringer
Performance: Eva Linder, Katrin Kröncke, Gabriela Hütter, Hagnot Elischka
Eine Produktion von Hagnot Elischka
Weitere Informationen: http://www.einmaligesgastspiel.at/
Fotos der Aufführung vom 29.4.2010
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