dasKabelwerk.at

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UND KEINE HAND. ZEIT, MÖRDERIN, ALTERSLOSE (19.3.2010 -27.3.2010)

SPACES Andreas Hutter - Foto (C) Bettina Frenzel
Foto: Bettina Frenzel


Unter dem Titel "UND KEINE HAND. ZEIT, MÖRDERIN, ALTERSLOSE" findet von 19. März 2010 bis 27. März 2010 im Palais Kabelwerk in 1120 Wien eine Theateraufführung von Andreas Hutter und Evelyn Fuchs statt. 2 Texte des Schriftstellers Heiner Müller beschäftigen sich mit dem Thema "Gerechte Gesellschaft".


Eine Kooperation von SPACES Andreas Hutter, Wien

mit Troubleyn//Jan Fabre – Laboratorium, Antwerpen

in Koproduktion mit dem theater Monty, Antwerpen

 

Und keine Hand. Zeit, Mörderin, Alterslose

Performative Rauminstallation nach zwei Texten von Heiner Müller

 

Zwei einzigartige Texte von Heiner Müller sind der Ausgangspunkt für diese ungewöhnliche Theaterarbeit von Regisseur Andreas Hutter und Schauspielerin Evelyn Fuchs: das noch nie inszenierte, visionäre Manifest „Brief an Mitko Gotscheff“ und die intime Aufzeichnung „Traumtext“.

Die Aufführung entsteht als Zusammenarbeit von SPACES mit Jan Fabres Theaterlabor Troubleyn-Laboratorium und dem Koproduktionshaus Monty in Antwerpen.

Nach der Premiere am 25.2. in Belgien wird „Und keine Hand. Zeit, Mörderin, alterslose“ in Wien als einmalige MAK Nite am 16.3. in der MAK Säulenhalle und zwischen 19. und 27.3. im neuen „Palais Kabelwerk“ zu sehen sein.

 

Heiner Müller, als Dramatiker und politischer Theatermacher zu Lebzeiten jahrelang vom Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen, später privilegiert, bewundert, angefeindet, gefeiert, umstritten und häufig totgesagt, wird heute weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker wahrgenommen. In seinen Werken verbinden sich historische Analyse, politische Kritik, theaterästhetische Vision und dichterisches Genie zu Text-Kunstwerken, die immer wieder zu einer neuen Auseinandersetzung auffordern - in Zeiten globaler Kapitalismuskrise und hegemonialen Wandels ganz besonders.

„Brief an Mitko Gotscheff“ von 1983 und „Traumtext“ von 1995 stehen exemplarisch für Müllers Leben, Schreiben und Träumen. Sie erzählen von Sehnsucht und Scheitern, von der Vision einer solidarischen Gemeinschaft und von der bitteren Erfahrung persönlichen Scheiterns.

Grundlage für die Textfassung sind die original Schreibmaschinen-Typoskripte Heiner Müllers, wie er sie 1995 als Intendant des Berliner Ensembles im Programmheft „Drucksache 17“ veröffentlicht hat. In die Textmontage integriert sind handschriftliche Korrekturen und Notizen des Autors bei der Überarbeitung des Geschriebenen, es entsteht ein „text in progress“.

 

Das „Ich“ dieses Monologes begibt sich auf die Suche nach einem möglichen Handlungsspielraum zwischen geschichtlicher Zeit, Theaterzeit und Lebenszeit. Dem entspricht eine Rauminstallation aus Licht und Klangfläche, in der die Schauspielerin ihrer eigenen live verdoppelten Stimme begegnet. In dieser Textlandschaft, die von ihr selbst erzeugt, erlebt und durchschritten wird geraten Körper, Sprache und Raum in einen Sog, der entweder zur eigenen Auslöschung führt – oder in neue Räume.

 

Andreas Hutter ist Regisseur, Dramaturg, Szenograph und Kostümbildner und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit neuen Theatertexten, -konzeptionen und -räumen. Neben Texten von Elfriede Jelinek („Bambiland“) und Sarah Kane („Gier“) hat er im Kunsthaus Bregenz u.a. auch Müllers „Bildbeschreibung“ (2000) und „Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten“ (2006) inszeniert und dabei mit Sprache, Klang, Körper, Raum und Ikonizität experimentiert.

Aufgrund dieser Arbeiten entstand die Verbindung zum belgischen Troubleyn-Laboratorium, ein Theaterlabor, mit dem Jan Fabre anderen Künstlern die Möglichkeit gibt, ihre Arbeit im Bereich Theater/Sprache/Körper/Tanz/Plastik weiterzuentwickeln.

 

Konzeption, Inszenierung, Szenographie, Kostüm: Andreas Hutter

Darstellerin: Evelyn Fuchs


 

Aufführungstermine:

  • Freitag, 19. März 2010 20:30
  • Samstag, 20. März 2010 20:30
  • Mittwoch, 24. März 2010 20:30
  • Donnerstag, 25. März 2010 20:30
  • Freitag, 26. März 2010 20:30
  • Samstag, 27. März 2010 20:30

 

Ort: Palais Kabelwerk - 1120 Wien, Oswaldgasse 35a

Eintritt: Abendkasse: € 15,- / Ermäßigt: € 10,-

Kartenreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. - Telefon: 0676/5043171 bzw. 01 8020650


dasKabelwerk.at verlost 2 Eintrittskarten für die Vorstellung am 25. März! Einfach ein Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit dem Betreff: "UND KEINE HAND. ZEIT, MÖRDERIN, ALTERSLOSE" senden!


dasKabelwerk.at hat mit Andreas Hutter ein Interview über das Stück geführt.

Bilder der Eröffnung am 19.3.2010

Webseite von SPACES Andreas Hutter 


 

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