dasKabelwerk.at: Hallo Frau Heißl, Hallo Frau Klein. Worum geht es in der Aufführung?
Valerie Klein: Also das ist eine Tanztheaterproduktion von Klang.Körper unter der Leitung von Daniela Heißl und Valerie Klein. Wir haben das Thema Winter gewählt, weil es eine sehr facettenreiche Themenpalette uns liefert. Der Winter hat sehr viele Facetten, von Kälte, Eisigkeit bis hin zu Geborgenheit.Wir haben versucht, daß in abwechslungsreichen Bildern zusammenzufassen und haben das gemeinsam mit unserem Ensemble erarbeitet.
Daniela Heißl: Und es stellt jetzt auch am Ende des Stückes eine schöne Aussicht auf den bevorstehenden Frühling da, auf den wir ja alle schon warten.
Wie schaut der Ablauf vom Abend aus?
Valerie Klein: Wir haben 2 Haupt-Programmpunkte. Der Erste ist das Stück ALICE. Das ist die Schülergruppe, die ihre Produktion zeigt. Und das Zweite ist WINTER, die Tanz-Theaterproduktion von unserer Kompanie. Wir haben dann noch ein Rahmenprogramm: Am Ersten Abend wird es eine Aktion geben, nach der Vorstellung, mit dem Publikum, um Einblicke in unsere Arbeit zu geben. Am Zweiten Abend gibt es eine Tango-Einlage mit 2 Tänzern – mit Helmut Höllriegl und Karin Schober. Die Beiden werden im Anschluss an die zweite Vorstellung im Foyer eine Tango-Einlage zeigen.
Eröffnet wird der Abend mit dem Stück ALICE des BRG4 – Waltergasse - Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen? Daniela Heißl: Da wir generationenübergreifend arbeiten und natürlich auch die jungen Menschen ansprechen wollen, und wir beide auch immer wieder im tanzpädagogischen Bereich/Schule tätig sind, haben wir eine Schülergruppe gefunden, bzw. sie hat uns gefunden. Und mit denen sind wir seit Jänner in einem sehr schönen Proben-Prozess, und das hat sich eigentlich zufällig ergeben, daß die Kinder dann gesagt haben, daß Sie so gerne eine Aufführung machen wollen. Und sie möchten das eigentlich auch herzeigen. Das ganze passt eigentlich im Gesamtpaket von der Arbeitsweise und von der Atmosphäre sehr gut zu diesem Abend. Die Schülergruppe darf diesen Abend eröffnen, mit„Alice im Wunderland“. Das ist eine sehr abstrakte Erzählweise von dieser Geschichte. Es sind 12 Mädchen, die sich jetzt einfach drauf freuen mit der Kompanie den Abend zu gestalten.
Valerie Klein: Vielleich dazu noch ganz kurz eine Anmerkung zu dieser Schülerproduktion. Wir hatten ja 2009 mit unserem Pilotprojekt eine Kooperation mit dem Orchesterverein der Musikfreunde. Und da war auch eine Schulklasse dabei, das war das BRG 23 – Alterlaa. Und da haben wir auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Weil das eine sehr schöne Ergänzung ist, auch zu der Arbeit, die wir mit unserem Ensemble machen, wenn wir Schülergruppen dazu nehmen.
Daniela Heißl: Die bekommen dann einfach eine Vision. Die sehen wie diese Kompanie arbeitet, und man erreicht eben im schulischen Kontext die Kinder eigentlich sehr gut, wo man sieht, da ist ein sehr großes Bedürfnis nach kreativer Arbeit einfach da.
Die Aufführung wird produziert vom Verein Klangkörper? Was macht dieser Verein?
Valerie Klein: Wir machen in diesem Verein Produktionen, wir bieten zeitgenössiches Tanztraining. Wir arbeiten auf professionelle Art und Weise mit einem sehr unterschiedlichen Ensemble. Also wir haben hier ein generationen-übergreifendes Ensemble zwischen 14 und 60 Jahren. Ganz egal jetzt auch, unabhängig von Background oder Nationalität, oder auch den eigenen Resourcen. Der Verein ist sozusagen die Trägerschaft, wo diese Interessen gebündelt werden.
Daniela Heißl: Und gegründet wurde der Verein im Februar 2009. Und eben mit dem Gedanken verschiedene Interessen zusammenzubringen, und mit der Tanzsprache auch Arbeitsweisen und Möglichkeiten zu vermitteln, die ein Miteinander ermöglichen.Es geht sozusagen nicht nur um Tanz, Training, Kunst und Kultur, sondern es geht auch um die Erfahrung im Probenraum, die man dann aber dann in die Gesellschaft, ins eigene Leben weitertragen kann. Das ist so eine Grund-Philosophie vom Verein.
Valerie Klein: Das heisst, der Verein stellt die Rahmenbedingungen zur Verfügung, daß wir mit den Leuten kreativ und zeitgenössisches Tanz-Training machen können.
Daniela Heißl: Wir beide haben gemeinsam schon etliche künstlerische Produktionen miteinander gestaltet. Unter anderem haben wir im Zuge der Aufführung von quertanzen, die 2008 im Gasometer stattgefunden hat, mit Royston Maldoom zusammengearbeitet, der eigentlich sehr viel bewirkt hat, in Deutschland, durch den Film „Rhythm is it!“ und durch die Produktion „Rhythm is it!“. Da haben wir auch unsere Erfahrungen im Community-Dance-Bereich gesammelt. Was es bedeutet mit sehr großen Gruppen zu arbeiten, was es auch bedeutet mit Randgruppen zu arbeiten. Was es bedeutet, was Tanz bewegen kann. Das waren sehr schöne Produktionen, die wir hier machen konnten. Auch wir haben da zusammengearbeitet – choreografisch und Künstlerisch,
Valerie Klein: Und diese Zusammenarbeit war sehr produktiv, und sehr schön. Da war es eigentlich eine logische Weiterentwicklung, oder eine logische Konsequenz einen Verein zu gründen, eben Klangkörper zu gründen, um eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu ermöglichen.
Habt ihr einen Bezug zum Kabelwerk?
Valerie Klein: Also eines unsererEnsemble-Mitglieder, eine Tänzerin ist auf das Kabelwerk gestoßen, und hat uns dann sehr begeistert davon berichtet. Sie hat dann auch mit Erich Sperger (Anmerkung: vom Palais Kabelwerk) die ersten Kontakte geknüpft. Und der war dann auch gleich sehr begeistert, und hat uns eingeladen da zu spielen.
Wie schauen eure weiteren Zukunftspläne aus?
Daniela Heißl: Wir werden weiterhin mit dem Orchesterverein der Wiener Musikfreunde zusammenarbeiten. Konkret gibt es jetzt ein Projekt im Sommer 2010 – Am 17ten Juni, wo ja das Sommerprogramm mit dem Orchester veranstalten werden. Auch in Zusammenarbeit mit der TU-Wien. Die Veranstaltung wird im Innenhof der TU-Wien stattfinden. Und eventuell im Herbst eine Zusammenarbeit mit einem Jugend-Bläser-Orchester. Und so werden wir kontinuierlich weiterarbeiten, und schauen, daß wir die Kompanie weiterentwickeln, und verschiedene Kooperationen noch finden werden.
Valerie Klein: Daß heisst, uns ist es auch wichtig, mit anderen Institutionen zusammenzuarbeiten, um einfach eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, und einfach den Austausch zwischen den verschiedenen Genres, oder Kunstsparten zu ermöglichen. Also Schauspiel, Tanz, Musik.
Wann wird das Stück WINTER bzw. ALICE wo aufgeführt, was kostet der Eintritt?
Daniela Heißl: Also das Stück wird aufgeführt am 8ten und 9ten April 2010 um 19:30 im Kabelwerk, Oswaldgasse 35a. Der Eintritt ist 8 EUR, und ermässigt 6 Euro.
Vielen Dank für das Gespräch!
Valerie Klein: Wir bedanken uns auch für das Gespräch und wir hoffen daß viele ins Kabelwerk finden werden.